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Die Beschwörungsformel

Großartiger Lesespass

Von Lea Ploog am 14.03.2015

Handlung:

Vor Jahrtausenden wurde der Flaschengeist Kalatur von Göttern erschaffen, um Menschen zu helfen. Eine geheime Beschwörungsformel sollte dafür sorgen, dass nur weise Priester sich seiner Hilfe bedienen konnten. Da dieser Schutz gegen Missbrauch nicht wirklich half, belegte eine Priesterin den Geist mit einem Bann, so dass niemand seine Flasche mehr öffnen oder zerstören konnte. Philipps Großmutter ersteht die alte Flasche nichtsahnend als Touristin in Marokko. Da sie sich nicht öffnen lässt, schenkt sie sie Philipp. Im Schraubstock zuhause zerspringt die Flasche dann doch (nach dreitausend Jahren ist der Bann nur noch schwach) und Kalatur wird frei. Für Philipp und die beschauliche Kleinstadt Alsberg beginnt damit eine turbulente Zeit. Beim Besuch einer Wanderausstellung über Mesopotamien in Nürnberg gerät Kalatur ins Visier von Dschinnjägern, die von einer Tonscherbe einen Teil der Beschwörungsformel kennen und vor nichts zurückschrecken, um sich Kalatur dienstbar zu machen. Aber der will nur noch tun, was er selber für richtig hält. Und mit Hilfe des mutigen Philipp gelingt ihm das auch. Am Ende flieht Kalatur ins australische Outback. Und selbst da gibt es einiges für ihn zu tun.

Figuren:

Kalatur, Geist des Rauches. Weise, verständnisvoll und gutmütig. Zwar leicht jähzornig, aber meistens ausgesucht höflich. Grob nur, wo nötig, dann aber mächtig grob. Trotz seines Alters immer noch ausgesprochen wissbegierig und experimentierfreudig. Dabei hilft ihm, dass er als Geist die Sprache jeden Gegenübers annehmen und jede Schrift lesen kann.

Wie Menschen ein Bett nutzen, braucht der Dschinn den Aufenthalt in einem Gefäß, um sich zu regenerieren. Verschließt wer die Öffnung, kommt er von alleine nicht wieder heraus.  Aus der Öffnung steigt er als Rauch auf, besitzt dann magische Kräfte und kann alles materialisieren, was er will, u.a. auch menschliche Gestalt annehmen. Fliegen kann er als Rauch, aber nicht schneller als ein solcher. Seine Gastfamilie erfindet den Reisepassnamen 'Karl Artur Rauch' für ihn.

Philipp Baumann, zwölf Jahre alt, tapfer und klug. Freundet sich als erster mit Kalatur an.

Philipps Eltern und sein Hund tun sich schwerer mit dem seltsamen Gast, setzen sich dann aber mit für ihn ein. Philipps patente Oma hat mit ihrem Preisausschreiben- und Einkaufsfimmel Schuld an Kalaturs Einzug in die Familie und überhaupt kein Problem mit ihm.

Weiter spielen mit: Leute aus Mesopotamien, aus Alsberg, aus dem australischen Outback und Dschinn-Jäger, am gefährlichsten der Assyrologe Dr. Alexander Gnoche

Sprache/Duktus:

Auktorial erzählt, unzweideutig, verständlich und lebhaft durch Dialoge.

Struktur:

Szenen in chronologischer Folge, ungezwungene Perspektivsprünge und Schauplatzwechsel.

Zusammenfassend:

Großartiger Lese-Spass. Modernes Märchen über Weisheit, Machtmissbrauch und die Stärke eines Jungen. Lebt von der Verwirrung, die der Flaschengeist Kalatur in der modernen Welt stiftet, von der Komik seiner Versuche sich zurecht zu finden und den höchst unterschiedlichen Reaktionen der Menschen. Bösewichter machen die Geschichte dann auch noch richtig spannend.

 

anke3006

vor 24 Tagen

Phillip ist mit seiner Oma in Marokko im Urlaub. Auf einem Basar kaufen sie eine unscheinbare Flasche. Wieder zuhause öffnet Phillip die Flasche und ein wahrhaftiger Dschinn entweicht. Der Geist war über 3000 Jahre gefangen. Jetzt ist er begeistert dabei die moderne Welt kennenzulernen. Ob es um Geschirrspüler, Bus fahren, Fliegen mit dem Flugzeug oder Sicherheitskontrollen geht, Hildegard Grünthaler hat hier eine Geschichte geschrieben, die uns begeistert hat. Unsere Welt mit den Augen des Dschinns zu erleben ist einfach toll. Wir haben viel gelacht und auch viel über verschiedene Länder und Kulturen erfahren. Kalatur haben wir Ins Herz geschlossen und hoffen, das er vielleicht noch mehr Abenteuer erleben darf. ��

 

marielu

vor 3 Wochen

Phillips Oma macht bei jedem Preisausschreiben mit, so kommt es das sie eine Reise gewinnt auf der sie Phillip begleiten darf. Auf einem Markt in Marokko ersteht sie eine alte, blaue Flasche. Da sich aber der Verschluss nicht öffnen lässt gibt sie sie an Philip weiter. Zurück in Deutschland gelingt es Philip die Flasche zu öffnen, dabei erscheint ein Dschinn, der über 3000 Jahre gebannt war. Nun muss er sich in der modernen Welt zu Recht finden. Phillip unterstützt ihn dabei. Doch der Dschinn Kalatur, sowie Phillip und seine Familie sind in Gefahr, denn es gibt noch immer die geheime Beschwörungsformel und jemand versucht im Besitz dieser zu kommen um die uneingeschränkte Macht über den Dschinn zu erhalten.

Hildegard Grünthaler lässt uns in eine faszinierend spannende Geschichte eintauchen die gleichzeitig unser Interesse über verschiedene Länder und ihre Kulturen weckt. Der flotte, jedoch nicht kindliche Schreibstil lassen einen regelrecht über die Seiten fliegen. Figuren und Länder sind detailliert beschrieben.

Fazit: Ein gelungener Jugendroman von 10 – 99

 

 

Palomapixel

vor etwa einem Monat

Die Beschwörungsformel klang für mich auf den ersten Blick interessant. Beim kurzen überfliegen kam bei mir direkt die Assoziation zu Büchern wie Lippels Traum und dem Wunschpunsch auf. Ebenfalls ganz bezaubernde Kinderbücher die man aber auch als Erwachsener lesen kann. Es geht um den Dschinn Kalatur der vor Urzeiten in einer Flasche eingeschlossen wurde. Ein Junge namens Phillip befreit ihn, doch anders als erwartet muss Kalatur ihm nur dienen, wenn er auch die Beschwörungsformel kennt. Für Phillip ist das ganze Erlebnis natürlich zunächst unbegreiflich. Schließlich sind über 2000 Jahre vergangen und er hielt Dschinns für eine Figur aus dem Märchen. Auch Kalatur muss bald feststellen das sich die Welt sehr verändert hat und er sich erst einmal neu zurecht finden muss.  Früher gab es schließlich weder Autos noch Computer. Phillip und er werden Freunde. Doch dann tauchen Gefahren auf mit denen weder er noch Kalatur gerechnet hätte. Die Menschen haben eben auch in zweitausend Jahren die Gier nach Macht und Geld nicht besiegt. Doch zum Glück ist Kalatur ein Dschinn und hat damit einige Vorteile...

Die Geschichte ist zauberhaft. Am Anfang dachte ich noch, ok das wird eher eine leichte Kindergeschichte, aber dann nahm es doch an Fahrt auf und wurde zum Ende hin richtig spannend. Man merkt auch in den Beschreibungen der Reisen und der Natur im Buch das Frau Grünthaler ihre eigenen Reiseerfahrungen hat mit einfließen lassen. Es lässt sich einfach gut lesen und produziert mit den genauen Beschreibungen schöne Bilder im Kopf. Ich finde Frau Grünthaler ist wirklich ein schönes Buch gelungen, was man super seinen Kindern vorlesen oder zum selber lesen geben kann aber auch mir als Erwachsenem hat es Spaß gemacht es zu lesen. Die Unschuld und Reinheit die in so manchem Kinderbuch liegt fehlt mir einfach zwischendurch. Warum sich nicht durchs lesen in diesen Zustand zurück versetzten?

Einzig und alleine finde ich es nur schade das das Cover für mich nicht wirklich zum Buch passt. Ich hätte mir ein toll illustriertes Cover z.B. mit einer Zeichnung von Kalatur o.ä gewünscht, aber das ist als Autor im Selfpublishing mit wenig Budget eben nicht immer einfach. Lasst euch davon also nicht irritieren. Die Geschichte ist wirklich schön. Wie oft gibt man seinen Kids das IPad in die Hand um sie mit dösigen Spielen zu beschäftigen, da kann man ihnen lieber ein Ebook für Kinder in die Hand drücken.

 

StMoonlight

vor 7 Tagen Rezension zu "Die Beschwörungsformel" von Hildegard Grünthaler

Der Schüler Phillip kann sich nichts Schlimmeres vorstellen, als mit seiner Oma Urlaub zu machen. Doch dann gewinnt eben diese eine zweiwöchige Reise nach Marokko und nach dem Studium von etlichen Reisemagazinen ist er Feuer und Flamme. Sofort bietet er sich an, sie auf ihrer abenteuerlichen Busreise zu begleiten. Wie so oft, grade auf längeren Reisen, gibt es dabei immer mindestens eine, der einen wirklich auf die Nerven geht. In diesem Fall hat Phillip das Pech ausgerechnet einen Lehrer als Mitreisenden zu haben und dieser vertreibt sich die Zeit damit ihn über die Geschichte Marokkos auszufragen. Unter den Augen und Ohren aller anderen Mitreisenden …

Endlich in Marokko angekommen erwartet Phillip und seine Großmutter eine ganze Menge Eindrücke. Die betagte Dame möchte unbedingt ein Souvenir und entscheidet sich ausgerechnet für eine alte verstaubte Flasche aus der sich der Korken nicht lösen lässt. Völlig genervt schenkt sie diese schließlich ihrem Enkel, der sie bei weiteren Öffnungsversuchen schließlich zerbricht. – Und sich plötzlich Kalatur, einem Rauchgeist, gegenüber sieht! Das Abenteuer beginnt …

Sehr schön finde ich, dass es eben alles etwas moderner geschrieben ist. – Habe ich doch von diesen Märchen á la Bollywood mit viel Kitsch und Tamtam noch nie viel gehalten. Auch bietet diese Geschichte einige schöne Stellen zum „wegträumen“, denn entweder erzählt Kalatur von früher und der Leser lernt etwas aus der Geschichte oder er bekommt etwas spannend erzählt, wie z.B. von der Kultur der Indianer. Alles was der Dshinn lernt, wird dem Leser quasi nebenbei beigebracht. (Wenn Schulbücher so aufgebaut wären, würde viel mehr Wissen hängen bleiben!)

 ~°~ Fazit ~°~

Müsste ich diese Geschichte einem Genre zuordnen, so wäre es wohl irgendetwas zwischen Fantasy, Abenteuer und modernem Märchen, denn das Ende überzeugt durch Freundschaft, Liebe, Treue und andere Werte die in der heutigen Zeit viel zu selten vorhanden sind … Alles in allem ein spannender Jugendroman der durch die Beschreibungen der Länder und ihrer Geschichten, genau richtig für die Ferien oder die Reise

 

 

http://buchkatablog.blogspot.de/2015/06/rezension-die-beschworungsformel.html

Ich danke zunächst ganz herzlich der Autorin, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Phips und seine Großmutter bringen aus dem Urlaub eine seltsame Flasche mit. Sie können sie nicht öffnen, aber als Phips die Flasche versehentlich zerbricht, staunt er nicht schlecht, als sich Rauch aus der kaputten Flasche schlängelt und sich zu einer menschlichen Gestalt formt. Er hat einen Dschinn befreit, doch dieser weigert sich, ihm zu Diensten zu sein. Nur, wer die Beschwörungsformel kennt, kann über ihn gebieten. Es dauert nicht lange, bis Ganoven auf den Dschinn aufmerksam werden und versuchen, seiner habhaft zu werden. Alle schweben in Gefahr und es gibt nur einen Weg: Der Dschinn muss fliehen.

Wie man auf dem Cover unschwer erkennen kannt, handelt es sich hier um ein Kinderbuch, das man ganz getrost auch noch mit 99 Jahren lesen kann. Logisch, dass ich an dieser Geschichte nicht vorbei kam. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Klappentext hält, was er verspricht. Diese Geschichte zog mich vom ersten Satz an ihren Bann. Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht, sehr kindgerecht, aber keinesfalls naiv. Auch für Erwachsene war das Buch sehr angenehm zu lesen. Gut fand ich auch, dass der Erzähler das ein oder andere kurz und knapp erklärt hat, damit dem Leser die Zusammenhänge klar werden.

Der auktoriale Erzähler entführt den Leser in eine tolle Geschichte über einen Dschinn. Wünschen wir uns nicht alle von Zeit zu Zeit einen, der uns unsere zahllosen Wünsche erfüllt? Allerdings appelliert die Autorin auch direkt an unser Gewissen und zeigt, was Gier für Unheil hervorrufen kann. Kindgerecht verpackt in einer spannenden Geschichte, hält sie uns dies vor Augen.

Die Charaktere fand ich alle sehr gut ausgearbeitet. Außerdem fanden sich alle Fäden im Laufe der Geschichte zusammen. Es gab keine Figur, die erwähnt wurde und nie mehr gesehen wurde. Auch die Orte fand ich immer sehr gut beschrieben. Die Handlungen selbst fand ich ebenfalls sehr gut gelungen. Obwohl es in erster Linie ein Kinderbuch ist, empfand ich Phips, der ja selbst ein Kind ist, niemals als naiv. Er tat auch nicht ach so erwachsen und erhaben. Nein, er war einfach ein absolut authentisches Kind. Auch die Aktionen und Reaktionen anderer Figuren empfand ich als sehr natürlich. Ich hatte niemals das Gefühl, dass die Autorin manchen Übergang in der Geschichte konstruieren musste, damit es passt. Alles fügt sich nahtlos und natürlich ein.

Die Autorin konnte mich auch immer wieder mit ihrer Geschichte überraschen. Meine Vermutungen sind fast nie eingetroffen. Immer gab es unvermutete Wendungen und Drehungen. Dadurch, dass der Erzähler stets alle Geschehen überblickte und dem Leser auch oft großzügig Einblick gewährt, steigt mit fortschreitender Geschichte auch die Spannung stetig mit. Es gab keine Längen, es kam nichts zu kurz. Einfach rundum eine ganz tolle Geschichte, die jeder gelesen haben sollte.

Ein Buch über Freundschaft, Moral und Gier der Menschen, das wirklich nicht nur Kinder lesen sollten. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

 

 

Sabines Buchempfehlungen

 

 

 

 

 

Die Beschwörungsformel

Hildegard Grünthaler

 

 

Gelesen als eBook im August 2015
Copyright August 2015 Hildegard Grünthaler

Kalatur, der Geist des Rauchs wurde vor ca. 3000 Jahren geschaffen, um den Menschen zu helfen. Doch wer seine Beschwörungsformel kennt, dem muss Kalatur dienen. Die Magierin, die den Dschinn in seiner Flasche bannt, hofft, dass der Zauber so lange wirkt, bis Kalaturs Energie erloschen ist. Aber 3000 Jahre später, Kalaturs Energie ist noch nicht erloschen, kauft Philipp Baumanns Oma auf einer Marokkoreise eine alte blaue Flasche, ohne den Inhalt zu kennen. Philipp befreit Kalatur zuhause aus der blauen Flasche. Kalatur freundet sich mit der Familie Baumann an und lernt durch sie, wie die Menschen in der heutigen Zeit leben. Doch schon bald merkt Kalatur, dass ihm Dschinnjäger auf den Fersen sind und dadurch gerät auch Philipp in Gefahr.

Hätte ich die Autorin durch ihr superinteressantes Buch "Tausend Tage Wohnmobil" nicht gekannt, hätte ich "Die Beschwörungsformel" als Fantasy abgetan und gar nicht erst gelesen, was ein großer Fehler gewesen wäre. Das Buch ist richtig nett geschrieben, ohne Blutvergießen, ohne übertriebene Fantasyfiguren. Es spielt in der heutigen Zeit, zum Teil sogar in Australien, meinem Lieblingsland und in der realen Wirklichkeit. Die einzige Fantasy-Figur ist der Geist des Rauchs. Ich kann der Autorin nur beipflichten und es jungen Lesern zwischen 9 und 99 Jahren empfehlen.

 

 

 

Die Beschwörungsformel

Großartiger Lesespass

Von Lea Ploog am 14.03.2015

Handlung:

Vor Jahrtausenden wurde der Flaschengeist Kalatur von Göttern erschaffen, um Menschen zu helfen. Eine geheime Beschwörungsformel sollte dafür sorgen, dass nur weise Priester sich seiner Hilfe bedienen konnten. Da dieser Schutz gegen Missbrauch nicht wirklich half, belegte eine Priesterin den Geist mit einem Bann, so dass niemand seine Flasche mehr öffnen oder zerstören konnte. Philipps Großmutter ersteht die alte Flasche nichtsahnend als Touristin in Marokko. Da sie sich nicht öffnen lässt, schenkt sie sie Philipp. Im Schraubstock zuhause zerspringt die Flasche dann doch (nach dreitausend Jahren ist der Bann nur noch schwach) und Kalatur wird frei. Für Philipp und die beschauliche Kleinstadt Alsberg beginnt damit eine turbulente Zeit. Beim Besuch einer Wanderausstellung über Mesopotamien in Nürnberg gerät Kalatur ins Visier von Dschinnjägern, die von einer Tonscherbe einen Teil der Beschwörungsformel kennen und vor nichts zurückschrecken, um sich Kalatur dienstbar zu machen. Aber der will nur noch tun, was er selber für richtig hält. Und mit Hilfe des mutigen Philipp gelingt ihm das auch. Am Ende flieht Kalatur ins australische Outback. Und selbst da gibt es einiges für ihn zu tun.

Figuren:

Kalatur, Geist des Rauches. Weise, verständnisvoll und gutmütig. Zwar leicht jähzornig, aber meistens ausgesucht höflich. Grob nur, wo nötig, dann aber mächtig grob. Trotz seines Alters immer noch ausgesprochen wissbegierig und experimentierfreudig. Dabei hilft ihm, dass er als Geist die Sprache jeden Gegenübers annehmen und jede Schrift lesen kann.

Wie Menschen ein Bett nutzen, braucht der Dschinn den Aufenthalt in einem Gefäß, um sich zu regenerieren. Verschließt wer die Öffnung, kommt er von alleine nicht wieder heraus.  Aus der Öffnung steigt er als Rauch auf, besitzt dann magische Kräfte und kann alles materialisieren, was er will, u.a. auch menschliche Gestalt annehmen. Fliegen kann er als Rauch, aber nicht schneller als ein solcher. Seine Gastfamilie erfindet den Reisepassnamen 'Karl Artur Rauch' für ihn.

Philipp Baumann, zwölf Jahre alt, tapfer und klug. Freundet sich als erster mit Kalatur an.

Philipps Eltern und sein Hund tun sich schwerer mit dem seltsamen Gast, setzen sich dann aber mit für ihn ein. Philipps patente Oma hat mit ihrem Preisausschreiben- und Einkaufsfimmel Schuld an Kalaturs Einzug in die Familie und überhaupt kein Problem mit ihm.

Weiter spielen mit: Leute aus Mesopotamien, aus Alsberg, aus dem australischen Outback und Dschinn-Jäger, am gefährlichsten der Assyrologe Dr. Alexander Gnoche

Sprache/Duktus:

Auktorial erzählt, unzweideutig, verständlich und lebhaft durch Dialoge.

Struktur:

Szenen in chronologischer Folge, ungezwungene Perspektivsprünge und Schauplatzwechsel.

Zusammenfassend:

Großartiger Lese-Spass. Modernes Märchen über Weisheit, Machtmissbrauch und die Stärke eines Jungen. Lebt von der Verwirrung, die der Flaschengeist Kalatur in der modernen Welt stiftet, von der Komik seiner Versuche sich zurecht zu finden und den höchst unterschiedlichen Reaktionen der Menschen. Bösewichter machen die Geschichte dann auch noch richtig spannend.

 

anke3006

vor 24 Tagen

Phillip ist mit seiner Oma in Marokko im Urlaub. Auf einem Basar kaufen sie eine unscheinbare Flasche. Wieder zuhause öffnet Phillip die Flasche und ein wahrhaftiger Dschinn entweicht. Der Geist war über 3000 Jahre gefangen. Jetzt ist er begeistert dabei die moderne Welt kennenzulernen. Ob es um Geschirrspüler, Bus fahren, Fliegen mit dem Flugzeug oder Sicherheitskontrollen geht, Hildegard Grünthaler hat hier eine Geschichte geschrieben, die uns begeistert hat. Unsere Welt mit den Augen des Dschinns zu erleben ist einfach toll. Wir haben viel gelacht und auch viel über verschiedene Länder und Kulturen erfahren. Kalatur haben wir Ins Herz geschlossen und hoffen, das er vielleicht noch mehr Abenteuer erleben darf. ��

 

marielu

vor 3 Wochen

Phillips Oma macht bei jedem Preisausschreiben mit, so kommt es das sie eine Reise gewinnt auf der sie Phillip begleiten darf. Auf einem Markt in Marokko ersteht sie eine alte, blaue Flasche. Da sich aber der Verschluss nicht öffnen lässt gibt sie sie an Philip weiter. Zurück in Deutschland gelingt es Philip die Flasche zu öffnen, dabei erscheint ein Dschinn, der über 3000 Jahre gebannt war. Nun muss er sich in der modernen Welt zu Recht finden. Phillip unterstützt ihn dabei. Doch der Dschinn Kalatur, sowie Phillip und seine Familie sind in Gefahr, denn es gibt noch immer die geheime Beschwörungsformel und jemand versucht im Besitz dieser zu kommen um die uneingeschränkte Macht über den Dschinn zu erhalten.

Hildegard Grünthaler lässt uns in eine faszinierend spannende Geschichte eintauchen die gleichzeitig unser Interesse über verschiedene Länder und ihre Kulturen weckt. Der flotte, jedoch nicht kindliche Schreibstil lassen einen regelrecht über die Seiten fliegen. Figuren und Länder sind detailliert beschrieben.

Fazit: Ein gelungener Jugendroman von 10 – 99

 

 

Palomapixel

vor etwa einem Monat

Die Beschwörungsformel klang für mich auf den ersten Blick interessant. Beim kurzen überfliegen kam bei mir direkt die Assoziation zu Büchern wie Lippels Traum und dem Wunschpunsch auf. Ebenfalls ganz bezaubernde Kinderbücher die man aber auch als Erwachsener lesen kann. Es geht um den Dschinn Kalatur der vor Urzeiten in einer Flasche eingeschlossen wurde. Ein Junge namens Phillip befreit ihn, doch anders als erwartet muss Kalatur ihm nur dienen, wenn er auch die Beschwörungsformel kennt. Für Phillip ist das ganze Erlebnis natürlich zunächst unbegreiflich. Schließlich sind über 2000 Jahre vergangen und er hielt Dschinns für eine Figur aus dem Märchen. Auch Kalatur muss bald feststellen das sich die Welt sehr verändert hat und er sich erst einmal neu zurecht finden muss.  Früher gab es schließlich weder Autos noch Computer. Phillip und er werden Freunde. Doch dann tauchen Gefahren auf mit denen weder er noch Kalatur gerechnet hätte. Die Menschen haben eben auch in zweitausend Jahren die Gier nach Macht und Geld nicht besiegt. Doch zum Glück ist Kalatur ein Dschinn und hat damit einige Vorteile...

Die Geschichte ist zauberhaft. Am Anfang dachte ich noch, ok das wird eher eine leichte Kindergeschichte, aber dann nahm es doch an Fahrt auf und wurde zum Ende hin richtig spannend. Man merkt auch in den Beschreibungen der Reisen und der Natur im Buch das Frau Grünthaler ihre eigenen Reiseerfahrungen hat mit einfließen lassen. Es lässt sich einfach gut lesen und produziert mit den genauen Beschreibungen schöne Bilder im Kopf. Ich finde Frau Grünthaler ist wirklich ein schönes Buch gelungen, was man super seinen Kindern vorlesen oder zum selber lesen geben kann aber auch mir als Erwachsenem hat es Spaß gemacht es zu lesen. Die Unschuld und Reinheit die in so manchem Kinderbuch liegt fehlt mir einfach zwischendurch. Warum sich nicht durchs lesen in diesen Zustand zurück versetzten?

Einzig und alleine finde ich es nur schade das das Cover für mich nicht wirklich zum Buch passt. Ich hätte mir ein toll illustriertes Cover z.B. mit einer Zeichnung von Kalatur o.ä gewünscht, aber das ist als Autor im Selfpublishing mit wenig Budget eben nicht immer einfach. Lasst euch davon also nicht irritieren. Die Geschichte ist wirklich schön. Wie oft gibt man seinen Kids das IPad in die Hand um sie mit dösigen Spielen zu beschäftigen, da kann man ihnen lieber ein Ebook für Kinder in die Hand drücken.

 

StMoonlight

vor 7 Tagen Rezension zu "Die Beschwörungsformel" von Hildegard Grünthaler

Der Schüler Phillip kann sich nichts Schlimmeres vorstellen, als mit seiner Oma Urlaub zu machen. Doch dann gewinnt eben diese eine zweiwöchige Reise nach Marokko und nach dem Studium von etlichen Reisemagazinen ist er Feuer und Flamme. Sofort bietet er sich an, sie auf ihrer abenteuerlichen Busreise zu begleiten. Wie so oft, grade auf längeren Reisen, gibt es dabei immer mindestens eine, der einen wirklich auf die Nerven geht. In diesem Fall hat Phillip das Pech ausgerechnet einen Lehrer als Mitreisenden zu haben und dieser vertreibt sich die Zeit damit ihn über die Geschichte Marokkos auszufragen. Unter den Augen und Ohren aller anderen Mitreisenden …

Endlich in Marokko angekommen erwartet Phillip und seine Großmutter eine ganze Menge Eindrücke. Die betagte Dame möchte unbedingt ein Souvenir und entscheidet sich ausgerechnet für eine alte verstaubte Flasche aus der sich der Korken nicht lösen lässt. Völlig genervt schenkt sie diese schließlich ihrem Enkel, der sie bei weiteren Öffnungsversuchen schließlich zerbricht. – Und sich plötzlich Kalatur, einem Rauchgeist, gegenüber sieht! Das Abenteuer beginnt …

Sehr schön finde ich, dass es eben alles etwas moderner geschrieben ist. – Habe ich doch von diesen Märchen á la Bollywood mit viel Kitsch und Tamtam noch nie viel gehalten. Auch bietet diese Geschichte einige schöne Stellen zum „wegträumen“, denn entweder erzählt Kalatur von früher und der Leser lernt etwas aus der Geschichte oder er bekommt etwas spannend erzählt, wie z.B. von der Kultur der Indianer. Alles was der Dshinn lernt, wird dem Leser quasi nebenbei beigebracht. (Wenn Schulbücher so aufgebaut wären, würde viel mehr Wissen hängen bleiben!)

 ~°~ Fazit ~°~

Müsste ich diese Geschichte einem Genre zuordnen, so wäre es wohl irgendetwas zwischen Fantasy, Abenteuer und modernem Märchen, denn das Ende überzeugt durch Freundschaft, Liebe, Treue und andere Werte die in der heutigen Zeit viel zu selten vorhanden sind … Alles in allem ein spannender Jugendroman der durch die Beschreibungen der Länder und ihrer Geschichten, genau richtig für die Ferien oder die Reise

 

 

http://buchkatablog.blogspot.de/2015/06/rezension-die-beschworungsformel.html

Ich danke zunächst ganz herzlich der Autorin, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Phips und seine Großmutter bringen aus dem Urlaub eine seltsame Flasche mit. Sie können sie nicht öffnen, aber als Phips die Flasche versehentlich zerbricht, staunt er nicht schlecht, als sich Rauch aus der kaputten Flasche schlängelt und sich zu einer menschlichen Gestalt formt. Er hat einen Dschinn befreit, doch dieser weigert sich, ihm zu Diensten zu sein. Nur, wer die Beschwörungsformel kennt, kann über ihn gebieten. Es dauert nicht lange, bis Ganoven auf den Dschinn aufmerksam werden und versuchen, seiner habhaft zu werden. Alle schweben in Gefahr und es gibt nur einen Weg: Der Dschinn muss fliehen.

Wie man auf dem Cover unschwer erkennen kannt, handelt es sich hier um ein Kinderbuch, das man ganz getrost auch noch mit 99 Jahren lesen kann. Logisch, dass ich an dieser Geschichte nicht vorbei kam. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Klappentext hält, was er verspricht. Diese Geschichte zog mich vom ersten Satz an ihren Bann. Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht, sehr kindgerecht, aber keinesfalls naiv. Auch für Erwachsene war das Buch sehr angenehm zu lesen. Gut fand ich auch, dass der Erzähler das ein oder andere kurz und knapp erklärt hat, damit dem Leser die Zusammenhänge klar werden.

Der auktoriale Erzähler entführt den Leser in eine tolle Geschichte über einen Dschinn. Wünschen wir uns nicht alle von Zeit zu Zeit einen, der uns unsere zahllosen Wünsche erfüllt? Allerdings appelliert die Autorin auch direkt an unser Gewissen und zeigt, was Gier für Unheil hervorrufen kann. Kindgerecht verpackt in einer spannenden Geschichte, hält sie uns dies vor Augen.

Die Charaktere fand ich alle sehr gut ausgearbeitet. Außerdem fanden sich alle Fäden im Laufe der Geschichte zusammen. Es gab keine Figur, die erwähnt wurde und nie mehr gesehen wurde. Auch die Orte fand ich immer sehr gut beschrieben. Die Handlungen selbst fand ich ebenfalls sehr gut gelungen. Obwohl es in erster Linie ein Kinderbuch ist, empfand ich Phips, der ja selbst ein Kind ist, niemals als naiv. Er tat auch nicht ach so erwachsen und erhaben. Nein, er war einfach ein absolut authentisches Kind. Auch die Aktionen und Reaktionen anderer Figuren empfand ich als sehr natürlich. Ich hatte niemals das Gefühl, dass die Autorin manchen Übergang in der Geschichte konstruieren musste, damit es passt. Alles fügt sich nahtlos und natürlich ein.

Die Autorin konnte mich auch immer wieder mit ihrer Geschichte überraschen. Meine Vermutungen sind fast nie eingetroffen. Immer gab es unvermutete Wendungen und Drehungen. Dadurch, dass der Erzähler stets alle Geschehen überblickte und dem Leser auch oft großzügig Einblick gewährt, steigt mit fortschreitender Geschichte auch die Spannung stetig mit. Es gab keine Längen, es kam nichts zu kurz. Einfach rundum eine ganz tolle Geschichte, die jeder gelesen haben sollte.

Ein Buch über Freundschaft, Moral und Gier der Menschen, das wirklich nicht nur Kinder lesen sollten. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

 

 

Sabines Buchempfehlungen

 

 

 

 

 

Die Beschwörungsformel

Hildegard Grünthaler

 

 

Gelesen als eBook im August 2015
Copyright August 2015 Hildegard Grünthaler

Kalatur, der Geist des Rauchs wurde vor ca. 3000 Jahren geschaffen, um den Menschen zu helfen. Doch wer seine Beschwörungsformel kennt, dem muss Kalatur dienen. Die Magierin, die den Dschinn in seiner Flasche bannt, hofft, dass der Zauber so lange wirkt, bis Kalaturs Energie erloschen ist. Aber 3000 Jahre später, Kalaturs Energie ist noch nicht erloschen, kauft Philipp Baumanns Oma auf einer Marokkoreise eine alte blaue Flasche, ohne den Inhalt zu kennen. Philipp befreit Kalatur zuhause aus der blauen Flasche. Kalatur freundet sich mit der Familie Baumann an und lernt durch sie, wie die Menschen in der heutigen Zeit leben. Doch schon bald merkt Kalatur, dass ihm Dschinnjäger auf den Fersen sind und dadurch gerät auch Philipp in Gefahr.

Hätte ich die Autorin durch ihr superinteressantes Buch "Tausend Tage Wohnmobil" nicht gekannt, hätte ich "Die Beschwörungsformel" als Fantasy abgetan und gar nicht erst gelesen, was ein großer Fehler gewesen wäre. Das Buch ist richtig nett geschrieben, ohne Blutvergießen, ohne übertriebene Fantasyfiguren. Es spielt in der heutigen Zeit, zum Teil sogar in Australien, meinem Lieblingsland und in der realen Wirklichkeit. Die einzige Fantasy-Figur ist der Geist des Rauchs. Ich kann der Autorin nur beipflichten und es jungen Lesern zwischen 9 und 99 Jahren empfehlen.

 

 

 


 
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